Volksbank Akademie - Digital Learning Lösung für über 3.000 Mitarbeitende

Die Volksbank Akademie ist der Weiterbildungspartner im Volksbankenverbund und schult jährlich mehr als 3.000 Mitarbeiter*innen, um die bestmögliche Betreuung der rund 1.000.000 Kund*innen zu gewährleisten. Den Mitarbeiter*innen werden pro Jahr über 160 unterschiedliche Formate, die auf E-Learning und Blended Learning basieren, zur Verfügung gestellt. Dabei agiert die Volksbank Akademie lösungsorientiert, innovativ und sorgt für eine laufende Verbesserung und Modernisierung des Lernangebots. Ganz getreu ihrem Motto – „Gemeinsam machen wir die Volksbank zur Nummer 1!“

Und das ist 2022 wiederholt gelungen: Die Volksbanken sind als „Branchen-Champion 2022“ in der Branche „Filialbanken“ im Bereich Kundenservice mit dem 1. Platz ausgezeichnet worden (Branchen-Monitor 2022).

Doch wie gelingt es bei dieser Menge an Digital Learning Content ein einheitliches Konzept zu gewährleisten und die Lernenden dennoch möglichst individuell anzusprechen?

Vor genau dieser Herausforderung stand auch die Volksbank Akademie Anfang 2020. Neben vielen anderen Veränderungen hat sich mit 2020 auch der Berufsalltag für viele massiv geändert – so auch für die Mitarbeiter*innen des Volksbankenverbunds. Die Volksbank Akademie ist schon lange Vorreiter in Sachen Digital Learning – doch nun hieß es auf die veränderte Realität wie den abrupten Umstieg auf Remote Work und den nochmals gestiegenen Bedarf an digitalen Inhalten zu reagieren, die eigenen Arbeitsweisen zu evaluieren und diese auf das nächste Level zu heben.

Dabei hat sich die Volksbank Akademie zum Ziel gesetzt, effizienter in der Erstellung von E-Learning zu werden, den neuen Arbeitsalltag der vielen Lernenden stets im Auge zu behalten und einen hohen Wiedererkennungswert in ihren Inhalten zu schaffen.

„Die Teilnehmenden sollen das Training aufmachen
und sofort sehen – das ist die Volksbank Akademie!“
– Christoph Schramm, Leitung E-Learning

Bevor wir genauer auf die Lösung dieser Herausforderung eingehen, werfen wir einen Blick darauf, wie Digital Content bei der Volksbank Akademie erstellt wird und warum es überhaupt einen einheitlichen Auftritt der Lerninhalte braucht.

Wie kommen die E-Learning Projekte bei der Volksbank Akademie üblicherweise zustande?

Die Volksbank Akademie ist zentraler Ansprechpartner für Weiterbildungsthemen im Volksbankenverbund. Die Verbundbanken der einzelnen Bundesländer kommen mit konkreten Themen, für die sie Trainingsmaßnahmen entwickeln möchten, auf die Akademie zu. Es folgen Abstimmungen mit den Stakeholdern, wie beispielsweise der jeweiligen Personal- und Fachabteilung, bevor weitere Schritte gesetzt werden.

Die Rolle der Akademie ist es unter anderem didaktisch zu beraten. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten Lerninhalte zu verpacken. Die Volksbank Akademie sorgt dafür, sowohl das richtige Medium als auch einen guten Methodenmix für das entsprechende Thema zu ermitteln.

“Wir legen einen Fokus darauf, verschiedene Möglichkeiten
anzubieten, wie wir diese Inhalte am besten vermitteln
können – der Inhalt ist das eine, die Verpackung das andere.”
– Patrick Neueder, Team E-Learning

Zum Einsatz kommen unter anderem klassische Web-Based-Trainings (= E-Learning Kurse), Seminare und Blended Learning Formate, Lernvideos oder auch Virtual Reality. Fällt die Entscheidung bei der Wahl der Methode beispielsweise auf einen E-Learning Kurs, wird dieser entweder von der Volksbank Akademie selbst produziert oder eine externe Agentur dafür beauftragt. Die Volksbank Akademie übernimmt hier von der Koordination des Projekts über Sicherung der Verbundanforderung bis hin zum Roll-out und Feedbackerhebung den gesamten Bildungsprozess.

Was bedeutet nun einheitliche Gestaltung und werden die Digital Contents damit nicht zum Einheitsbrei?

Einheitliche Gestaltung bedeutet nicht Einheitsbrei, sondern schafft einen Wiedererkennungswert und gibt den Lernenden die nötige Orientierung. Dabei geht es um Aspekte wie ein einheitliches Look and Feel (Layout und Design), einen definierten und an die Zielgruppe angepassten Sprachstil (z. B. locker oder förmlich) und ein durchgängiges Navigationskonzept.

Für Lernende kann es irritierend sein, wenn sich jeder Kurs vom Look and Feel komplett vom vorherigen unterscheidet. Plötzlich ist die Darstellung von Buttons und anderen Interaktions-elementen anders, die intuitive Navigation durch den Kurs geht verloren – wo klicke ich hin, um zum nächsten Inhalt zu kommen? – Dadurch kehrt häufig Frustration ein.

Ebenso hat die Ansprache der Lernenden Einfluss auf den Erfolg eines Digital Learning Contents. Sind es die Lernenden in ihrem Umfeld gewohnt per Du angesprochen zu werden, wird das im Digital Content auch eine bessere und authentischere Wirkung haben.

All diese „Kleinigkeiten“ können in Summe zum Scheitern eines Kurskonzeptes führen, wenn sich die Lernenden dadurch überfordert bzw. nicht angesprochen fühlen.

Für Kursersteller*innen bringt eine einheitliche Gestaltung darüber hinaus einen weiteren Vorteil mit sich. Die Erstellung des E-Learning Kurses beginnt nicht jedes Mal bei null, denn es steht eine Grundlage (begonnen bei Designrichtlinien bis hin zu vorgefertigten Templates) zur Verfügung, auf der man aufbauen kann. Damit lassen sich ganz einfach Effizienzgewinne erzielen.

Ein einheitliches Konzept zu erstellen, ist bei einer Zielgruppe von 3.000 Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichen Zielen und Bedürfnissen jedoch kein einfaches Befangen.

Somit zurück zur eigentlichen Frage – wie schafft es die Volksbank Akademie die große Anzahl an E-Learning Kursen einheitlich und doch zielgruppengerecht zu gestalten? 

Zusammen mit LearnChamp hat sich die Volksbank Akademie dieser Herausforderung gestellt und im Zuge eines gemeinsamen Workshops einen Konventionen-Katalog entwickelt, der die Kursersteller*innen künftig bei der Gestaltung von Digital Learning Contents unterstützen soll. Damit sichergestellt ist, dass die Zielgruppe im Blick bleibt und die ausgearbeiteten Konventionen mit den Bedürfnissen und Erwartungen dieser übereinstimmen, wurden außerdem Personas zu den einzelnen Berufsgruppen der mehr als 3.000 Mitarbeiter*innen definiert. Gerade bei sehr unterschiedlichen Rollenbildern im Unternehmen ist es essenziell sich mit den Bedürfnissen jeder Gruppe auseinanderzusetzen und diese bei der Erstellung von Kursen auch zu berücksichtigen.

Bei der Definition des Konventionen-Katalogs und der Personas haben wir uns unter anderem folgenden Fragestellungen gewidmet:

  • Wording/Sprachstil – Wie wird gegendert? Welche Anrede wird für die Lernenden verwendet? Werden Texte aktiv oder passiv formuliert? 
  • Navigation – Soll es eine lineare oder explorative Menüführung geben? Wie navigiert der Lernende vor und zurück? Welche Navigations-Symbole werden verwendet und was bedeuten sie? 
  • Layout & Design – Welche Schriftfarben und -größen werden für welche Texte verwendet? Wie sollen Buttons und Icons aussehen? Wie sind Start- und Abschlussseite gestaltet? Welche Farben werden für was eingesetzt?
  • Persona/Zielgruppe – Wie sieht der Alltag der einzelnen Rollen im Unternehmen aus? Was sind die Herausforderungen der verschiedenen Zielgruppen? Was sind die Erwartungen? Wie, wo und wann wird gelernt? Was hat sich in den letzten Jahren verändert? 

     

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Im Zuge der Festlegung der Konventionen wurde auch ein Articulate Storyline Template erstellt. Dieses Template beinhaltet einen Seitenkatalog mit vorgefertigten Seiten für Inhalte, Interaktionen, Übungen und Fragen, auf die die Ersteller*innen zurückgreifen können. So können sie sich ihre Kurse bausteinartig zusammenstellen und verschwenden keine Ressourcen mehr in die grafische Aufbereitung.

„Das alles haben wir am Ende gemeinsam mit LearnChamp zusammengeführt und haben ein gutes Bild, wie wir zukünftige Trainings angehen können, damit wir sowohl in der Produktion sehr effizient sind als auch den Teilnehmenden einen Mehrwert schaffen und sie dort abholen, wo sie abgeholt werden wollen. […] Wir haben zwei Blaupausen – inhaltlicher und technischer Art – die wir für die kommenden Produktionen verwenden können.“
– Christoph Schramm, Leitung E-Learning

Und wie kommen die E-Learning Kurse der Volksbank Akademie bei den Lernenden an?

Die Volksbank Akademie holt sich zu jedem Kurs, der veröffentlicht wird, Feedback von den Lernenden ein. Das ist ein sehr wichtiger Schritt, um die Qualität der E-Learning Angebote im Unternehmen stetig zu verbessern.

Mit den Erkenntnissen aus den Feedbacks gibt es nach jedem E-Learning Projekt ein Lessons Learned Meeting mit dem gesamten Projektteam. In diesem Meeting wird besprochen was die Projektmitglieder aus diesem Projekt gelernt haben und was beim nächsten Mal besser gemacht werden kann. Aber auch, was besonders gut gelaufen ist bzw. gut bei den Lernenden angekommen ist, wird nicht außer Acht gelassen, um diese Punkte bei künftigen Projekten beizubehalten.

Der unermüdliche Einsatz und der Fokus auf die Lernenden zahlen sich aus. Die Kurse und Trainings kommen bei den Mitarbeiter*innen des Volksbankenverbunds sehr gut an. Im Schnitt bewerten die Lernenden die Kurse mit 4,6 von 5 Sternen. Das ist ein Ergebnis, das sich definitiv sehen lassen kann!

Content Beispiel Volksbank Akademie

Wie wird es weitergehen?

Die Volksbank Akademie möchte die Innovationen und Interaktionen im Bereich Digitales Lernen weiter vorantreiben, ohne dabei die Lernenden zu überfordern. Es gibt bereits ein breites Angebot an Methoden bis hin zur VR-Brille. Ziel ist es, diese Methoden in Zukunft auszubauen und bestmöglich einzusetzen.

Die Nutzung der Lerninhalte soll dabei noch flexibler gestaltet werden, damit sie immer besser in den Arbeitsalltag integriert werden können. Denn die Arbeit findet nicht mehr nur am Arbeitsplatz, sondern auch zu Hause statt, und von dort soll auch gelernt werden können. Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und so soll sich auch das Lernerlebnis stetig weiterentwickeln und verbessern.

Die gemeinsam festgehaltenen Konventionen werden weiterhin regelmäßig überprüft, angepasst und ergänzt, um stets den Bedürfnissen und dem Arbeitsalltag der Lernenden gerecht zu werden und die Bildungsmaßnahmen entsprechend zu gestalten.

Nur so können die Mitarbeiter*innen in den Banken bestmöglich ausgebildet werden und ihre Kund*innen optimal betreuen.