Microlearning - Klein, aber oho!

 

Tun Sie das auch? Schnell mal zwischendurch etwas nachschlagen, eine kurze Wartezeit mit ein bisschen Vokabeltraining überbrücken, sich mal eben über die neuesten Nachrichten informieren: Viele von uns tun das täglich. Wir nutzen diese kleinen Zeitfenster ganz selbstverständlich. Google nennt das im Marketing-Kontext "Micro-Moments". In der Personalentwicklung ist Microlearning in aller Munde.

Damit meint man das Lernen in kleinen, in sich abgeschlossenen Lerneinheiten von 10 Sekunden bis max. 10 Minuten Länge - sogenanntem Microcontent oder auch Learning Nuggets.

Für welche Lerninhalte eignet sich diese Form besonders und was sollte man bei der Anwendung beachten?

Von Performance Support bis Teaser: Anwendungsfälle

Mit diesem Microcontent oder Learning Nuggets kann man es Mitarbeitenden ermöglichen, kurze Lerninhalte zwischendurch anzusehen. Das kann z.B. eine Art von Performance Support sein: Mitarbeiter stecken gerade mitten in einer Aufgabe und wollen dafür rasch etwas nachschlagen. Sie erleben also einen "moment of need", einen akuten Informationsbedarf, haben aber nicht viel Zeit, weil sie ja ihre Aufgabe abschließen wollen. Da kommt der kleine Informationshappen gerade recht.

Auch zum Wiederholen von bereits Gelerntem, für weiterführende Tipps oder Auffrischungsfragen in Form eines kleinen Quiz ist Microlearning gut geeignet. Außerdem können Learning Nuggets als Appetithappen dienen: Wenn Mitarbeiter noch nicht viel über ein Thema wissen, können Microlearning Inhalte ein erster Einstieg sein, der Neugier weckt und Lust macht, sich für einen längeren Workshop anzumelden oder einen Experten im Unternehmen zu kontaktieren. Microlearning kann also auch ein Sprungbrett zum Social Learning sein.

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Darüber hinaus kann das Lernen in kleinen Portionen genutzt werden, um Updates und kurze Neuigkeiten, eine tägliche Inspiration oder Vokabel oder eine Blogartikel-Serie zu verbreiten. All dies kann so organisiert werden, dass die Learning Nuggets um eine bestimmte Uhrzeit auf einem vordefinierten Gerät erscheinen. Sie ahnen es schon: Es werden wahrscheinlich überwiegend mobile Endgeräte sein. Das muss aber nicht zwingend für all Unternehmen gleich sein.

Was bringt's?

Ein Vorteil ist, dass es für Unternehmen oft einfacher und rascher ist, kurze Lerneinheiten zu gestalten oder auch zu ergänzen. Die Nuggets können auch relativ einfach zu größeren Wissensthemen kombiniert werden. Damit Lernende die Nuggets in der richtigen Reihenfolge und im richtigen zeitlichen Abstand absolvieren, nutzen Sie am besten die Funktion für Lernpläne Ihres LMS. Mit Benachrichtigungen werden Lernende immer wieder auf den nächsten Content hingewiesen. (Wenn Sie wissen wollen, wie Sie das mit Totara LMS machen, fragen Sie unsere Totara-Experten wie Christian Obermayr.)

Doch selbst wenn Sie für Microlearning Content ein schönes Curriculum zusammenstellen, kann es - gerade bei komplexen, umfangreichen Themen - passieren, dass Lernende den Überblick verlieren und die Zusammenhänge nicht mehr erkennen. Sie greifen schließlich auf isolierte Informationshäppchen zu und zwischen diesen Zugriffen kann einiges an Zeit liegen. Daher sollten Sie bei den Nuggets möglichst noch ein wenig Kontext mitliefern und an vorige Contents anknüpfen. Generell würden wir Microlearning vor allem als Ergänzung zu anderen Vermittlungsformen empfehlen, z.B. zur Wiederholung und Auffrischung.

 

Wollen Sie nach diesem Nugget das Thema Microlearning vertiefen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

 

 

 

 

 

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