Learning Technologies 2016 in London: Unser Follow-Up

Mathias Kollmitzer, Head of Concepts bei LearnChamp, und Hubert Dobetsberger, Platforms&Integration Lead, besuchten die Learning Technologies in London und schildern im nachfolgenden Artikel ihre Erfahrungen.


„Crowded, loud, very motivating“. So oder so ähnlich kann man die ersten Eindrücke, die wir auf der Learning Technologies 2016 in London sammelten, zusammenfassen.

Nachdem LearnChamp das letzte Mal im Jahr 2014 die Learning Technologies besuchte, war es in diesem Jahr wieder Zeit, sich über neue Trends und Marktentwicklungen in Großbritannien ein Bild zu machen.

Bus nach Hammersmith - wo die Learning Technologies stattfand.

Im Vergleich zur LEARNTEC in Karlsruhe, bei der LearnChamp heuer wieder sehr erfolgreich als Aussteller vertreten war, gibt es auf der Learning Technologies vergleichsweise viele eher kleine Stände und nur wenige Große. Trotzdem gab es durchgehend den Eindruck von offensiven und sehr engagierten Ausstellern.

Auf den größten Ständen präsentierten sich Anbieter von Talentmanagement-Software, die mit integrierten Lösungen alle Personalprozesse unterstützen, wie z.B. Cornerstone und Kallidus.

Die meisten anderen Anbieter hatten ihren Fokus klar auf E-Learning, wie die Lokalmatadoren City&Guilds Kineo, LTG (mit Gomolearning, LEO u.a.) oder auch Brightwave.

Interessante Weiterentwicklungen gibt es vor allem im Bereich Responsive E-Learning und Autorentools. Hier führt kein Weg an Adapt Learning und und gomo vorbei.

In vielen anderen Themen und Produkten unterscheiden sich unserem Eindruck nach die vertretenen Anbieter oft nur geringfügig. Ein klarer Unterscheidungspunkt ist jedoch das Auswahlkriterium zwischen Closed und Open Source. Alleine acht (8) Totara Partner aus dem englischsprachigen Raum stellten mit eigenen Ständen auf der Learning Technologies aus, was auf die starke Präsenz, Akzeptanz und Beliebtheit dieses Produktes in diesem Markt hindeutet. Zusätzlich dazu gab es wenig überraschend allerorts Begriffe wie Offline-Fähigkeit, mobile Nutzung, Responsive Design, zu lesen.

Welche bedeutsamen Trends konnten wir von der Learning Technologies 2016 mitnehmen?

  • „Personalisiertes Lernen“: es ist ein deutlicher Wandel hin zu inspirierenden Lernerlebnissen ersichtlich. Also weg vom klassischen und formellen Lernangebot hin zu mehr Selbstverantwortung und Gestaltungsmöglichkeit für den Lernenden.
  • Bessere Integration von Lernen in das Kerngeschäft: Das Trendbarometer zeigt weiterhin nach oben wenn es darum geht, dass Unternehmen die Mitarbeiteraus- und Weiterbildungsaktivitäten (sei es online oder in Präsenztrainings) verstärkt mit den anderen Personalentwicklungsaufgaben verknüpfen. Technisch gesehen bedeutet das, das die Abbildung von Lern- und Wissensmanagementaktivitäten über eine LMS-Lösung an die für die Zielerreichung erforderlichen Personalentwicklungsaufgaben geknüpft werden. Welche Realisierung im Hintergrund technisch betrieben wird ist für die täglichen Verwalter, Personalentwickler und vor allem für die MitarbeiterInnen/LernerInnen dabei häufig zweitrangig. Wichtig für diese Zielgruppen ist die optimale Integration und der nahtlose Übergang zwischen verschiedenen Systemen.
  • Mobile und Responsive: die automatisierte Synchronisierung von Inhalten und Testergebnissen sowie der barrierefrei Zugang aller verwandten Lernaufgaben ist das Kernelement der Weiterentwicklungen im Bereich Mobile & Responsive.

Fazit: Aufgrund der zahlreichen Eindrücke und der innovativen Atmosphäre lohnt sich ein Besuch der Veranstaltung immer wieder aufs Neue –aber nicht zwingend auf einer jährlichen Basis. Kunden die auf der Suche nach einer Lösung im Bereich E-Learning und Talent Management sind, können wir einen guten Tipp mit auf den Weg geben – bereiten Sie sich auf die Messe entsprechend vor! Ansonsten wird man schnell von den vielfältigen Eindrücken überfordert. Die Messe-App ist dabei ein essentieller Begleiter.

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